Social Media löst bei vielen eine Hass-Liebe aus. Irgendwie kann keiner ohne und jeder sieht die Vorteile für das eigene Online-Business – gleichzeitig empfinden es die meisten als sehr anstrengend und zeitraubend. Regelmäßig Content erstellen, ständige Updates und natürlich der böse Algorithmus.

Ich kann das wirklich gut verstehen.

Als ich Anfang des Jahres viel um die Ohren hatte, war Instagram das erste, was bei mir hinten runtergefallen ist. Ich habe mich viele Wochen gar nicht mehr blicken lassen. Marketing erscheint eben in der Prioritätenliste auch weit unten, wenn die Auftragslage stimmt. Natürlich wissen wir, dass es nicht erst wieder starten sollte, wenn zeitnah neue Kund*innen gebraucht werden.

Trotzdem hab ich meine Social Media Pause weiter in die Länge gezogen. Bei mir war echt die Luft raus. Für meine Kund*innen habe ich weiter Grafiken erstellt, Captions geschrieben, Content geplant, veröffentlicht und Community Management betrieben. Weiter mit viel Freude und kreativen Ideen. Es ist tatsächlich ein riesiger Unterschied, ob man das für sich selbst oder für andere macht.

Ich weiß, wie lange ich für Grafiken und Captions für Kund*innen brauche und dass ich bei meinen eigenen Accounts viel länger brauche. Nicht weil ich mir bei Kundenaufträgen weniger Mühe gebe, sondern weil ich fokussierter arbeite. Ich lasse mich nicht ablenken, zerdenke Details nicht sinnlos. Am Ende muss eben ein gutes Zeit/Preis-Leistungs-Verhältnis herauskommen.

Diese Produktivität möchte ich zukünftig auch für die Arbeit an meinen eigenen Accounts schaffen, um damit auch wieder mit mehr Freude und Leichtigkeit Content zu produzieren. Wenn du auch gerade im Instagram-Hamsterrad steckst, stell dir doch auch mal diese drei Fragen:

1. Was ist das Minimum?

Reduziere deine Social-Media-Aktivitäten auf das, was dir wirklich Erfolge bringt.
Über welche Kanäle und Formate bekommst du die meisten Aufträge? Wie regelmäßig musst du diese bespielen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen?

Achtung! Ignoriere alle Regeln, die du da draußen so hörst (mindestens 3 Posts/Woche, tägliche Storys,…). Schau genau hin, was für dich funktioniert und lege ein Minimum fest. Das sind deine Pflichtaufgaben, die du am besten nie vernachlässigst. Du musst dir also einen Rhythmus schaffen, den du auch in stressigen Zeiten durchhalten kannst. On top darfst du natürlich alles ergänzen, worauf du gerade Lust hast. Wenn die Muss-Aufgaben erledigt sind, darfst du dich kreativ austoben und Neues ausprobieren.

Smartphone mit Instagram Statistiken

2. Wie geht es leichter?

Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, einen Redaktionsplan zu erstellen und ähnliche Aufgaben zu bündeln: Grafiken erstellen, Captions schreiben, Reels drehen, Reels schneiden,… – Finde auch hier einen Rhythmus, der dir gut tut. Bis zu welchem Punkt spart dir das Bündeln Zeit und ab wann langweilt es dich und die Aufgabe ist zu groß, um leicht anzufangen. Du musst nicht gleich 1-3 Monate vorbereiten. Vielleicht ist eine Woche für dich leichter. Wenn du bei Reels vor allem auf Trends setzt, solltest du hier auch nicht zu viel vorproduzieren.

Schaffe dir Routinen für deine Pflichtaufgaben (siehe Punkt 1) und ergänze diese durch spontane Ideen. Dein Redaktionsplan sollte dich unterstützen, aber nicht einengen. Wenn dir zwischendurch eine gute Ideen über den Weg läuft, setz sie gerne direkt um. Geh mit dem Flow, daraus entstehen oft die erfolgreichsten Beiträge.

Achte auf deine Energie – wenn du mies drauf bist, ist heute nicht der richtig Tage, um Reels zu drehen. Oft hilft aber schon deine Lieblingsmusik laut aufzudrehen, bevor du dich an die Content-Erstellung machst. Das darf nämlich richtig Spaß machen und das werden auch deine Follower*innen merken!

Erinner dich, woran du mal richtig Freude hattest, bevor Social Media in Stress ausgeartet ist? Was hat dich begeistert, bevor du dich an all die Regeln gehalten hast? Erinner dich an die Phasen, als die Ideen nur so aus dir herausgesprudelt sind. Tu alles dafür, um das wieder in deinen Alltag zu bringen: Brich Regeln, vergiss Trends, lerne etwas Neues!

Social Media darf und soll Spaß machen!

3. Was willst du abgeben?

Fast alle Social-Media-Aktivitäten kannst du an eine virtuelle Assistentin abgeben. Fang am besten mit den Aufgaben an, die besonders viel Zeit kosten oder die dir schwer fallen. Was stresst dich an Social Media am meisten?

Hast du Spaß daran Grafiken zu gestalten, aber Captions schreiben nervt? Ich übernehme das gerne für dich (je nach Thema brauche ich mehr oder weniger Notizen von dir). Bei Grafiken kommt immer der Perfektionismus bei dir raus? Kein Händchen für schöne Storygestaltung? Lust auf kreative Reels, aber keine Ahnung von der Technik? Hier bin ich! 🙂

Mir haben diese Fragen sehr geholfen, einen Neustart zu wagen. Ich habe einiges an Content vorproduziert und mit diesem Blogartikel starte ich zurück in die Sichtbarkeit. Ich hoffe, du begleitest mich dabei. Du hast hiermit auch offiziell die Erlaubnis, mir skeptische Nachrichten zu schreiben, wenn du merkst, dass die Tipps bei mir scheinbar doch nicht geklappt haben und ich mal wieder von der Bildfläche verschwinde.😄

Was sind deine Herausforderungen mit Social Media? Lass einen Kommentar da oder schreib mir eine Nachricht auf Instagram.